„Nummer 15 wird es auf jeden Fall geben“

Nachgefragt: Danny Ohliger und Bodo Meins zur Zukunft des JFK-Cups und eine eventuelle Vergrößerung

Orga-Team

Ein Jahr lang wurde geplant, getüftelt und geschuftet – um dann erneut ein Hallen-Spektakel der besonderen Art auf die Beine zustellen. Auch die 13. Auflage des JFK-Cups ließ wieder keine Wünsche offen, insgesamt 80 Partien bekamen die Zuschauer in der Thedinghauser Gustav-England-Halle im Verlauf der beiden Turniertage zu sehen. Die U11-Junioren von Hertha BSC holten sich – wie berichtet – den Titel. Für das Organisationsteam um Turnierkoordinator Danny Ohliger und Pressesprecher Bodo Meins begann unmittelbar nach dem Abbau bereits die Planung für die nächste Ausgabe.

Nach all den Jahren: Gibt es noch so etwas wie unliebsame Überraschungen bei solch einem Turnier oder sind sie inzwischen auf alle Eventualitäten routiniert vorbereitet?

Danny Ohliger: Das war wahrscheinlich eine der stressfreiesten Veranstaltungen überhaupt (schmunzelt). Wir waren optimal vorbereitet. Alles, was nicht auf Anhieb geklappt hat, haben wir schnell lösen können.

Bodo Meins: Dieses Turnier ist sportlich gesehen wieder ein absolutes Highlight gewesen. Die Bemühungen, die wir in diese Veranstaltung stecken, bekommen wir einerseits von den Spielern, aber andererseits auch von den tollen Zuschauern und ihrer fantastischen Stimmung wieder. Wir können wirklich sehr zufrieden sein.

Dann dürfte die Zukunft des Cups ja gesichert sein – wie lange wollen Sie das Turnier denn überhaupt noch veranstalten?

Danny Ohliger: Die Nummer 15 wird es auf jeden Fall noch geben, damit wir ein drittes Jubiläum bekommen. Was danach kommen wird, ist allerdings völlig offen. Auch wir könnten in Sachen Nachwuchs nämlich Unterstützung gebrauchen. Man benötigt in solch einem Fall eben Leute, die mit vollem Herzen dabei sind und auf die man sich hundertprozentig verlassen kann.

Sie haben immer wieder ein überaus attraktives Starterfeld zusammen. Der Ablauf des Turniers verläuft auf den ersten Blick reibungslos. Würde es sich da nicht anbieten, den JFK-Cup vielleicht noch ein bisschen größer aufzuziehen?

Danny Ohliger: Wir sind mit dem, was wir hier in Thedinghausern haben, sehr zufrieden. Außerdem können wir im Grunde auch gar nicht nach Achim oder Syke wechseln, um noch weiter zu wachsen. Wir könnten zwar problemlos überall unsere Bande aufstellen, aber alles andere, was darüber hinaus in der Halle steht, ist speziell auf die Bedingungen hier abgestimmt. Vom Licht über die Musik bis zum DJ und der restlichen Technik passt alles, da ist jeder Handgriff abgestimmt. Nur so können wir im Problemfall ganz schnell reagieren, auch deshalb war das Turnier dieses Mal so außergewöhnlich stressfrei.

Bodo Meins: Wir sind zudem unheimlich dankbar, dass wir diese Halle immer so einfach nutzen können und brauchen zudem keinerlei Angst zu haben, dass wir sie nicht voll bekommen. Ich habe mich im Verlauf des Turniers auch mit einigen Trainern unterhalten, die allesamt sagen, dass sie sich hier sehr wohlfühlen. Es gibt andere Veranstaltungen, beispielsweise den U11-Europacup in Neu-Ulm, wo noch mehr Lärm, noch mehr Moderation, noch mehr Musik gemacht wird. Da freuen sich die Trainer hier, dass sie ihre Spieler während der Partien noch erreichen können.

Seit Jahren haben sie die Nachwuchsteams diverser Bundesligisten gewinnen können, aktuell waren erstmals die Tottenham Hotspurs aus England dabei. Gibt es noch Teams, die sie unbedingt einmal in der Halle begrüßen möchten?

Bodo Meins: Wir lassen das ganz einfach auf uns zukommen. Wir haben in der Vergangenheit Klubs wie Feyenoord Rotterdam, Ajax Amsterdam oder auch Brøndby IF aus Kopenhagen gehabt. Bei der Deutsch-Tschechischen Fußballschule waren dieses Mal Spieler aus Estland dabei. Unser Einzugsgebiet ist also groß. Wir pflegen weiterhin das Motto der WM 2006. Bei uns soll man „Zu Gast bei Freunden“ sein – das ist für uns das Wichtigste.

Es war deutlich zu erkennen, dass auch in diesem jungen Alter schon recht körperbetont gespielt wird, eine gesunde Zweikampfführung unerlässlich erscheint. Haben Sie in all den Jahren eine Veränderung im Nachwuchsbereich registriert?

Bodo Meins: Früher wurde häufiger gegrätscht, was ja eigentlich gar nicht erlaubt ist. Inzwischen geht es eher körperlich robust, aber immer fair zu. Der Ballführende wird immer gleich von mindestens einem Spieler attackiert. Da hat man in diesem Jahr schnell einige Unterschiede gesehen. Die Engländer von den Tottenham Hotspurs hatten beispielsweise einige Leichtfüße dabei – die hatten es ziemlich schwer.

Das Interview führte Malte Bürger.

---
Bremer Tageszeitungen AG Sitz Bremen - HRB 8834 Amtsgericht Bremen Vorsitzender des Aufsichtsrats: Bernhard Gätjen Vorstand: Eric Dauphin, Jan Leßmann

Zurück