Kicker überzeugen – Eltern holen Pokal (NWZOnline)

NWZOnline - von Markus Minten

Stenum- „Unbeschreiblich!“ Hergen Geerken fehlten noch am Montagmorgen zunächst die Worte. Die fand der Teammanager der E-Jugend des VfL Stenum aber schnell wieder – und kam aus dem Schwärmen kaum heraus. Ob das Abspielen der jeweiligen Nationalhymnen bei der Mannschaftsvorstellung, die 500 bis 600 Zuschauer, das Einlaufen in die abgedunkelte Halle bei Musik, der eigene Betreuer für jedes Team oder die Siegerehrung mit Pyrotechnik und Konfetti (Geerken: „Wie in der Champions League“) – die Teilnahme am Jugendförderkreis Cup in Thedinghausen (Landkreis Verden) am Wochenende habe sich voll und ganz gelohnt.

Das gilt auch aus sportlicher Sicht. In dem international besetzten Turnier kam die Truppe des Jahrgangs 2000 (die als „McDonald Cup“ auflief) auf einen 17. Rang – und war damit der beste Dorfclub. Mit ein bisschen Glück sei sogar noch mehr drin gewesen, meint Geerken mit Blick auf die Ergebnisse der Vorrunde. So musste die von Sascha Liske trainierte Mannschaft nach einer 2:1-Führung gegen Rapid Wien kurz vor dem Abpfiff unglücklich noch den Ausgleich hinnehmen. Auch die Niederlagen gegen Rot-Weiß Erfurt (1:2) und Schalke 04 (0:2) – beide Mannschaften erreichten das Halbfinale – fielen knapp aus. Und selbst mit dem 1:4 gegen Hannover 96 hatte die Mannschaft ihr Ziel, die Niederlagen unter fünf Gegentore zu halten, erfüllt. Dass die Stenumer zumindest in der Region keinen Gegner zu fürchten haben, zeigten sie in den Platzierungsspielen: Gegen die anderen Viertplatzierten der Gruppen gab es Siege. So wurde Komet Arsten mit 3:2, MTV Riede 4:1 und JSG Dörverden mit 4:0 bezwungen.

Dass die Stenumer die Heimreise mit einem Pokal für die Teilnahme (und Rang 17) auch noch mit einem Siegerpokal antreten konnten, hatten sie der Elternschaft zu verdanken: Die wurde – ausgerüstet mit Schals, Fahnen und Tröten – für ihre lautstarke und faire Unterstützung als beste Fangruppe ausgezeichnet. „Es ist wohl das erste Mal, dass die Eltern einen größeren Pokal bekommen als die Spieler“, war Geerken dankbar für die vorbildliche Unterstützung.

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