Bayer Leverkusen entthront 1. FC Köln

Kreiszeitung

Kreiszeitung Dietmar Seesko
Riesenjubel bei den E-Junioren von Bayer Leverkusen. Dazu Ovationen von der voll besetzten Tribüne, ein zufriedenes Lächeln in den Gesichtern des Organisations-Teams und der vielen freiwilligen Helfer. Ohne Abstriche: Der 8. JFK-Cup des MTV Riede für E-Jugendmannschaften sorgte wieder einmal für Maßstäbe in Sachen Hallen-Juniorenfußball.

Sportlicher Sieger war das Team von Bayer Leverkusen. Im Endspiel wurde das Überraschungsteam des Karlsruher SC mit 2:0 besiegt. Ein Erfolg, der durch eine taktisch sehr disziplinierte Leistung vom Bundesliganachwuchs sichergestellt wurde.

Im ersten Halbfinale hatte sich der Karlsruher SC mit 4:3 nach Neunmeterschießen gegen den FC Schalke 04 durchgesetzt. Das zweite Halbfinale gewann Bayer Leverkusen etwas glücklich gegen Rot-Weiß Erfurt. Erfurt überzeugte spielerisch. Führte auch zunächst verdient mit 1:0. Zwei clevere Konter nutzte Bayer dann aber zum 2:1-Sieg. Keine Chance hatte der 1. FC Köln, der sich im Vorjahr den Cup geholt hatte. Für die beiden Teams aus dem Kreis Verden, den MTV Riede und die JSG Dörverden, blieb nur die Erkenntnis: „Die Teilnahme ist wichtiger als der Sieg“. Die JSG Dörverden mit Trainer Oliver Wolf belegte den 20. und letzten Platz. Gastgeber Riede blieb der vorletzte Rang. „Für uns ist diese Platzierung kein Beinbruch. Wir konnten nur lernen. Aber immerhin haben wir durch Lennart Schröder, Tammo Elsner, Dennis Weigel, Timo Edelberg und Niklas Behm insgesamt sieben Treffer erzielt“, so Wolf.

Zum besten Fan-Club wurde Mac-Donald Cup gewählt. Einen besonderen Preis sackte indes der „Hafensänger & Puffmusiker e.V.“ ein. Ein Verein, der zwar einen etwas außergewöhnlichen Namen hat, der aber, so Gründungsmitglied und Initiator Oliver Wolf, Kinder mit sozialen und körperlichen Defiziten unterstützt.

Bundesliga-Referee Peter Gagelmann hatte den Spielball vom WM-Qualifikationsspiel England gegen Montenegro zur Verfügung gestellt. Er hatte das Spiel im Londoner Wmbleystadion als Schiri geleitet. Mit 300 Euro ersteigerte Oliver Wolf den Fußball. Den Reinerlös des JFK-Cups in Höhe von 1100 Euro erhielt die behinderte Janne Nullmeyer aus Riede. Es war nicht das einzige Geschenk für Janne. Die Teams von Hertha BSC und vom 1. FC Köln überreichten ihr ein Trikot. Der Kapitän des FC Schalke 04 einen Spielball.

Fröhlich, kurzweilig und stilvoll war die Siegerehrung. Jede Mannschaft bekam neben dem obligatorischen Pokal für jeden Spieler ein Erinnerungsgeschenk. Grenzenloser Jubel herrschte, als Thedinghausens KSK-Direktor Henning Struckmann, assistiert von Sabine Meyer, den Riesenpott Leverkusens Mannschaftsführer überreichte. Zeitgleich brannte der Veranstalter zum ersten Mal noch ein Feuerwerk als besondere Überraschung ab.

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